Nachruf auf unser Mitglied „Ferdinand de Cassan“

Am 10. März ist ein Fixstern, der vor allem am Spiele-Himmel Österreichs leuchtete, erloschen.

Ferdinand de Cassan ist mit 67 Jahren nach schwerer Krankheit von seinem Leiden erlöst worden. Auch In Deutschland war Ferdinand seit Jahrzehnten präsent. Bei den 1983 erstmalig veranstalteten Spieletagen in Essen des Friedhelm Merz Verlags versammelte Ferdinand dann nach einigen Jahren regelmäßig die dort auftretenden Sammler zu einem „Sammlertreffen“. 1988 brachte er dann auch ein besonderes Spiel zu diesen Treffen mit und setzte das die folgenden Jahre bis 1992 fort. Dann wurden die Aktivitäten in Österreich zu umfangreich für ihn und er hörte damit in Essen auf. 1994 setzte Rudolf Rühle das dann genauso fort und das führte schließlich zur Gründung der ESG im Jahr 2000. Das Ehepaar de Cassan gehörte zu den 11 Gründungsmitgliedern.
Ferdinand und Dagmar de Cassan hatten in ihrer Heimat viel in Gang gesetzt. Im Lauf der Zeit wurde aus dem großflächigen Sammeln mit dem Schwerpunktziel der Archivierung aller deutschsprachigen Neuerscheinungen eine Vielzahl von Einrichtungen und Veranstaltungen. Der Verein spielen.at – Gesellschaft zur Förderung der Spielekultur in Österreich, das Österreichische Spiele Museum, der Spiele Club Österreich und die Wiener Spiele Akademie, das Ausrichten des Österreichischen Spielepreises und der Spielefeste. Das bedeutendste davon mit ca. 70000 Besuchern in Wien, nicht zu vergessen die Zeitschrift WIN Das Spiele-Journal.
All` dieses wird eine bleibende Erinnerung an einen Großen der Spielekultur sein.
Seiner Frau Dagmar gilt unser herzliches Mitgefühl, wir wünschen ihr die Kraft, jetzt alleine statt im Team dieses Werk fortzuführen. 

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