Sammel-Wert

 

„Sammel-Wert“ oder „Was ist es wert bzw. lohnt sich zu sammeln“
(der Versuch einer Erklärung von Jürgen Schick)



„Der Mensch – ein Jäger und Sammler“ 

… doch gleich nach diesem Satz stellt sich die Frage: Was sammelt der Sammler?
Die Antwort in unserem Fall ist einfach. Er sammelt Spiele !!!
Nun stellt sich eine neue Frage: Nach welchen Gesichtpunkten / Kriterien sammelt er?    Welches Spiel ist es wert gesammelt zu werden ?

Eine Antwort darauf sehe ich bei Spielesammlern dreigeteilt.

1. „Dieses Spiel spielt sich gut, macht Spaß, es erfüllt meine Ansprüche, ich spiele es gerne und oft.“ Das Spiel hat einen hohen Spielwert.

2. „Das Spiel ist sehr gesucht, es ist selten zu finden und damit teuer.“ Das Spiel hat einen Geldwert.

3. „Mit diesem Spiel verbindet mich eine besondere Begebenheit, persönliche Erinnerungen werden wach oder das Spiel ist für mich einfach nur schön anzuschauen. An diesem Spiel hängt mein Herz.“  Das Spiel hat einen hohen ideellen Wert.

Eine solche Betrachtung ist natürlich immer geprägt von persönlichen Empfindungen und kann daher keine Allgemeingültigkeit haben.
Hier der Versuch die Werte zu beschreiben.

Spielwert:
Spiele die eine Auszeichnung bekommen haben („Spiel des Jahres“, „Auswahlliste zum Spiel des Jahres“, „Deutscher Spielepreis“, …..) sind in der Regel solche Spiele mit hohem Spielwert. Aber auch „Geheimtipps“ die es nicht zu Auszeichnungen gebracht haben (z.B. Roads and Boats oder Acquire).

Ideeller Wert:
Spiele aus der Kindheit, Spiele die man im Kreis der Familie viele Jahre lang gespielt hat. Ein altes, abgespieltes Exemplar an dem das Herz hängt und das man auf keinen Fall gegen eine Neuauflage eintauschen würde, auch wenn der Spielwert oder die Gestaltung der neueren Ausgabe vielleicht höher bzw. besser wäre.
Ich persönlich liebe mein altes silbernes Monopoly aus den 60er Jahren und würde es nie gegen eine neue „hochglanz-, Euro-, Elektronik-Ausgabe“ eintauschen.

Geldwert:
Nicht der Preis den man für ein Spiel an seinem Erscheinungstag bezahlen muss, ist entscheidend, sondern wie teuer es ist, wenn man dieses Spiel haben will, nachdem es vergriffen ist. Zum Beispiel das Spiel Ave Caesar von Ravensburger erzielt heute immer noch einen Preis der weit über seinem ehemaligen Verkaufspreis liegt. Damit ist ein solches Spiel durchaus „eine Geldanlage“. Nach einer Neuauflage eines solchen Spieles ist allerdings oft ein Wertverlust festzustellen. (Das Spiel Minister von Pelikan war in den 80er und 90er Jahren ein sehr gesuchtes und damit teueres/wertvolles Spiel. Nach der Neuauflage im TM Verlag ist der Wert des Originalspiel fast auf Null gesunken.)

Es gibt natürlich auch Spiele die 2 oder sogar alle 3 „Werte“ besitzen. Ein Jati von 3M hat bestimmt einen hohen „Geldwert“ und für die Sammler die das Spiel besitzen bestimmt auch einen hohen „Ideellen Wert“. Ähnlich verhält es sich zur Zeit auch mit den schönen alten Ausgaben vom Jagdspiel von Ravensburger.
Ein Spiel das durchaus alle 3 Werte hat dürfte die Erstausgabe von „Die Macher“ aus dem Hans-im-Glück Verlag sein. (Super Spiel, teuer und Erstausgabe)

Auf unserer ESG-Seite werden wir durch ein Feld „Sammel-Wert“ mit den Symbolen

Würfel  = Spielwert      Herz = ideeller Wert      Münze = Geldwert

eine einfache Grobeinschätzung der präsentierten Spiele anbieten.
Diese Einschätzung wird in einer Gruppe von Spielesammlern (erweiterter ESG-Vorstand) getroffen werden, wird aber niemals aus den oben genannten Gründen ganz objektiv sein können und unterliegt durchaus auch Änderungen.

Der „Sammel-Wert“ soll Neueinsteigern eine Orientierungshilfe geben und uns allen eine grobe Einschätzung unserer Spiele und Sammlungen ermöglichen.


Sammel-Wert:        Danke Katja für die Gestaltung der Symbole.

 


 

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